Clever kombinieren…

Kombimessungen in der Bauwerksdiagnostik…

Durch den Kombieinsatz von Oberflächen- und Tiefenfeuchte-Sensoren lassen sich auch komplexe Zusammenhänge charakterisieren, eingrenzen und klassifizieren, zum Beispiel hygroskopische Feuchteerscheinungen durch Versalzungen oder Ortung von Undichtigkeiten und Leckagen.

Der dielektrische Feuchtesensor TS 300 SDI erfasst die oberen zwei bis vier cm des Baustoffes und der Mikrowellen-Feuchtesensor TS 350 SDI misst die Volumen-Feuchtewerte bis zu 30 cm Tiefe.

Durch den kombinierten Einsatz beider Messverfahren per Rastermessung können anhand der Oberflächen- und Tiefenmesswerte aussagefähige Ergebnisse über eine mehrdimensionale Feuchteverteilung erzielt werden.

Kombimessung in der Bauwerksdiagnostik

Abbildung (Flächendarstellung der Messwerte mit MS-Excel™):

Aufsteigende Feuchte lässt sich mit der kombinierten Anwendung der beiden Sensoren ebenfalls dia­gnostizieren. Bei der Tiefenfeuchtemessung (rechts) wurden im Mauerwerk deutlich höhere Werte als bei der Oberflächenmessung (links) festgestellt.

Ursachenanalyse von Schimmelbildung durch Kondensatfeuchte…

Die Problematik der Kondensatfeuchtebildung in Wohngebäuden lässt sich mit kombiniertem Einsatz der beiden Sensoren TS 300 SDI und TS 350 SDI meist einfach und sicher diagnostizieren.

Kondensatfeuchte manifestiert sich in vielen Fällen in einem erhöhten Feuchtegehalt in oberflächennahen Bereichen, während tiefere Mauerwerksschichten trocken sind.

Wenn nun durch ergänzende raumklimatische Messungen mit dem TS 200 SDI (rel. Luftfeuchte, Raum- und Taupunkttemperatur) noch zusätzlich belegt werden kann, dass die Temperatur- und Luftverhältnisse in den betroffenen Bereichen die Ergebnisse der Messungen zum Beispiel im Wandbereich bestätigen, lässt sich auf falsches Lüftungsverhalten schließen.

Ergeben sich jedoch bei der Tiefenmessung mit dem TS 350 SDI ebenfalls erhöhte Feuchtewerte, können noch weitere Ursachen für einen Feuchteschaden (z. B. undichte Steigrohre, Dachrinnen, Fallrohre etc.) vorliegen.

Alle Messaufgaben bei einer solchen Problemstellung können durch das T2000 mit nur einem Messgerät durchgeführt werden!

Feuchteraster per Kombimessung

Einsatzbeispiel (Abbildung):

Das per Kombimessung mit Oberflächen- und Tiefenfeuchte-Sensor ermittelte Feuchteraster lässt auf Kondensatfeuchtebildung schließen: Während im Bild links oberflächlich starke Feuchtigkeit erkennbar ist (dunkle Flächen), zeigt das rechte Bild, dass das Gefüge im Inneren weitgehend trocken ist (helle Flächen). (Flächendarstellung der Messwerte mit MS-Excel™)