Gemeinsame Mitgliederinformation zur CM-Messung:
Bei den Messgeräten diese Herstellers handelt es sich um elektronische Feuchtigkeitsmessgeräte. Die Geräte sind zur Vorprüfung von Feuchtege- halten von Estrichen sinnvoll. Allerdings sind sie nicht zur sicheren Bestimmung von Belegreife geeignet. Hierzu ist eine ordnungsgemäß durch- geführte CM-Messung erforderlich und in der Branche üblich. Diese Messung ist anerkannte Regel der Technik.
Als wissenschaftlich erforscht oder bewiesen kann man die Messgeräte des Messgeräteherstellers nicht bezeichnen. Es ist nur in Gerät (G 812) an 3 einzelnen Estrichen mit einer einheitlichen Dicke an der MFPA Weimar geprüft und mit den standardisierten Messverfahren (CM-Messung und Darren) verglichen worden. Auch hier gab es schon Abweichungen. Z. B. konnte die erforderliche Belegreife von beheizten Caliumsulfatestrichen von 0,3 CM-% an dem überprüften Caliumsulfat-Fließestrich trotz real vorliegendem Feuchtegehalt von 01, CM-% nicht bestätigt werden.
Nach wie vor beeinflussen Estrichdicken, Roh- dichten, Trocknungszustände und Baustoffzu- sammensetzungen erheblich das Messergebnis. Bei dem Vorteil der zerstörungsfreien Messung ist gleichzeitig der Nachteil eben solcher nicht definierten Dicken zu berücksichtigen, die gleich- zeitig weitere Fehlerquoten beinhalten können.
Die Umstellung von CEM I- auf CEM II-Zemente wird zur Verunsicherung der Handwerksbetriebe verwendet. Die Bandbreite der CEM II-Zemente und ihrer unterschiedlichen Eigenschaften lassen einen Vergleich auch mit elektronischen Geräten nicht zu.
Vor dem Hintergrund bisheriger Erfahrungen ist die Diskussion um die Zementumstellung nicht zu überzogen, sondern in vielen Fällen unbegründet. Bezüglich der Feuchtemessung und Belegreife sind nach dem derzeitigem Kenntnisstand keine gravierenden Veränderungen zu erwarten. Mit systematischen Untersuchungen zu dieser Thematik wurde bereits begonnen.
Zur Beurteilung der Belegreife ist die Messung mit dem CM-Messgerät branchenüblich und eine anerkannte Regel der Technik und ermöglicht bei richtiger Anwendung bereits seit Jahrzehnten erfahrungsgemäß schadensfreie Verlegung.
Weitergehende Ausführungen zur CM-Messung sind der gemeinsamen BEB/ZDB-Erklärung "CM-Messung"¹ zu entnehmen. Definitiv verankert ist die CM-Messung auch in der von den technischen Spitzenverbänden herausgegebenen "Schnittstellenkoordination bei beheizten Fußbodenkonstruktionen".
Berlin/Bonn/Treoisdorf-Oberlar, 23.07.2008
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Bundesverband Estrich und Belag e.V. (BEB) | |
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Zentralverband Parkett und Fußbodentechnik |
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Bundesfachgruppe Estrich und Belag im ZDB
Fachverband Fliesen und Naturstein im ZDB |
¹ Gemeinsame Erklärung der Bundesfachgruppe Estrich und Belag im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V., Berlin und des Bundesverbandes Estrich und Belag e.V., Berlin/Bonn/Treoisdorf-Oberlar zur Durchführung und Messmethode (Januar 2007)





